AUSGEZEICHNETE ARCHITEKTUR

In der Architektur wird stets neu und öffentlich verhandelt, was gestalterische Möglichkeiten und bauphysikalische Grenzen eines Baustoffs sind. Am Ende dieses schöpferischen Prozesses stehen, auf festem Grund und aus solidem Backstein filigran oder flächig erbaut, überwundene Herausforderungen. Zumindest beim Preis für Backstein-Architektur. Jedes einzelne der eingereichten, nominierten und ausgezeichneten Gebäude ist ein Statement für ambitionierte Architektur und die unbestreitbare Relevanz dieses Baustoffs in unserer Zeit. Entdecken Sie die Fülle der Möglichkeiten.

Gebäude Label
Atmosphärische Wandel
Newcomer
Wiederverbindung mit den Elementen
Atmosphärische Wandel

Das Projekt versucht, die Stadtbewohner wieder mit dem Ursprung der Materialien und mit der Natur zu verbinden. Durch die Schaffung eines Gebäudes, das mit dem Außenklima zusammenarbeitet, Energie selbsterzeugt und unterschiedliche Mikroklimata schafft, treten die Menschen wieder in Kontakt mit ihrer Umwelt, mit sich selbst, ihren Nachbarn, mit Pflanzen und Elementen. Die Wiederverbindung mit den Elementen im Allgemeinen bedeutet, sichtbar zu machen, was die moderne Welt unsichtbar gemacht hat. Zum einen die Materie (unsere Materialien kommen als Rohstoffe aus der Erde), zum anderen die Wassersysteme, Klimaanlagen, Heizung, usw., die die Adern unserer Gebäude sind. Sie sichtbar zu machen, schafft ein Bewusstsein für unseren Energieverbrauch und ermöglicht eine wohltuende Autonomie, die den lokalen Maßstab und unsere sozialen Beziehungen auch hier stärkt.

Am Lohsepark
Büro- und Gewerbebauten
Die textile Leichtigkeit des Steins
Am Lohsepark

Unten glasiert, oben rau: Der Büroneubau in privilegierter Lage setzt mit seiner lebendigen Fassade die Hamburger Backsteintradition fort. Dabei fügt sich das L-förmige Gebäude wie ein fehlendes Puzzlestück in den Bestand ein.

Gebäudefoto jtB house
Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte
Hexagonaler Solitär
jtB house

Das geometrische Design und die kreislaufgerechte Bauweise, die BLAF auszeichnen, sind in diesem Haus stark präsent. Ausgangspunkt war der Respekt für das natürliche Gelände und die Umgebung. Es wurde auf eine kompakte Bauform geachtet, um die Sichtbeziehungen vom öffentlichen Raum zur Landschaft dahinter zu erhalten. Durch den sechseckigen, gleichseitigen Grundriss steht das Volumen isoliert in der Landschaft, wodurch das unbebaute Gelände weitgehend in seiner natürlichen Topografie bestehen bleibt.

Haus im Burggarten
Wohnungsbau/Geschosswohnungsbau
Die Romantisierung der Architektur
Haus im Burggarten

Auf den ersten Blick lässt sich das Haus am Burggarten von Uwe Schröder Architekten keiner Stilepoche zuordnen. Mosaike aus Backstein in Gelb, Rot und Blau, Eichenparkett sowie gemauerte Gewölbe und Bögen romantisieren das Wohnhaus für Studierende im Sinne Novalis’.

HABITABLE LATTICE (54 Social Housing in Bon Pastor)
Wohnungsbau/Geschosswohnungsbau
Bioklimatisches Gitter
HABITABLE LATTICE (54 Social Housing in Bon Pastor)

Bei der Architektur des Wohnhauses HABITABLE LATTICE kommen bioklimatische Überlegungen zum Einsatz. Das keramische Gitter, das die dem Besòs zugewandte Fassade des Gebäudes bildet, nutzt die Verbindung mit dem Fluss, der als natürlicher Luftkorridor zwischen dem Meer und den Bergen fungiert. Der Venturi-Effekt, der durch diesen Korridor entsteht, sorgt für eine Querlüftung der Wohnungen. Die konstruktiven Elemente – Backsteinfassade, Sichtbeton und Gitter – nehmen Bezug auf den Charakter der Umgebung.

Luise 19E
Newcomer
Soziale und ökologische Wertschöpfung
Luise 19E

Luise 19E sollte eigentlich abgerissen werden. Doch mit dem aus dem Rückbau gewonnenen Backstein ist in einem partizipativen Prozess ein neues Haus entstanden – getreu dem Motto: von der Gemeinschaft für die Gemeinschaft.

Initiative Rising Star – Schulgebäude für Hopley
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
Leise wächst eine Schule
Rising Star Primary School

Hopley als neu entstandener Ort für umgesiedelte Simbabwer:innen besteht vor allem aus vielen kleinen privaten Gebäudestrukturen, die über die Jahre einen kontinuierlich wachsenden Standard mit sich bringen. In diesem Umfeld befindet sich die in 2010 gegründete und nun neu gebaute Rising Star Schule. Sie bildet durch die starke Ausstrahlungskraft durch Gebäudeform und -elemente sowie durch die eindrückliche Wahl des Backsteins einen identitätsstiftenden Ort für die vielen Schulkinder, aber auch Erwachsene der Gemeinde. 

Josefzentrum – Neubau einer Kirche mit Gemeindezentrum
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
Von Ruhe und Begegnung
Josefzentrum – Neubau einer Kirche mit Gemeindezentrum

Der Neubau des Josefzentrums übernimmt die identitätsstiftende Rolle der ehemaligen Josefskirche und fügt sich mit seinem markanten Volumen als prägendes Element in das städtebauliche Umfeld von Greven ein. Das Zentrum vereint Kirche, Gemeindehaus und Freiräume zu einem Ort der Begegnung: Kirchplatz, Kirchhof und Forum schaffen öffentliche und halböffentliche Räume, die als Treffpunkt für Gemeindemitglieder und Stadtbewohner dienen. 

Neues Museumserlebnis
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
NEUES MUSEUMSERLEBNIS
Erweiterung und Renovierung des Museums De Lakenhal

Dank einer neuen Struktur und mit Hilfe der verbindenden Wirkung von Ziegelmauerwerk wird das Museum De Lakenhal in Leiden zu einem intuitiv erfahrbaren Gesamtraum mit ästhetischer Strahlkraft. Zeitgenössische Elemente unterstreichen den Charakter der einzigartigen historischen Architektur. 

Musée cantonal des Beaux-Arts
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
Im Backstein liegt die Kunst
Musée cantonal des Beaux-Arts

Das Musée Cantonal des Beaux-Arts prägt als schützendes Backstein-Gebäude das neue Lausanner Kunstzentrum. Damit entwarf das spanische Büro einen Ort, an dem sich die schönen Künste wahrlich genießen lassen.

Leietheater in Deinze, Belgien
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
Eine Ode an die Luministen
Leietheater Deinze

Der Luminismus ist eine Stilrichtung der Malerei mit Figuren, deren Silhouette in Licht gehüllt ist. Die Luministen, zu denen auch Emile Claus (1849 – 1924) aus Deinze gehört, setzen in ihren Werken auf starke Kontraste von Sonnenlicht und Schatten, sodass die dargestellten Szenen gewissermaßen aufleuchten und dennoch realistisch bleiben. Das Leietheater interpretiert die Werke der Luministen und der Maler aus Deinze sowie der Leie-Region. 

Begehbare Geschichte
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
BEGEHBARE GESCHICHTE
Revitalisierung der ehemaligen historischen Fronfeste zum Hochschulstandort Tirschenreuth

Die Revitalisierung der ehemaligen historischen Fronfeste zu einem digitalen Bildungsstandort basiert auf dem Konzept, neues Leben in alte Häuser einziehen zu lassen. Das ist nicht nur nachhaltig und reduziert Leerstand, sondern schafft auch Identität und erhält eine viele Jahrhunderte alte Bausubstanz. 

Pfirsichhaus
Newcomer
Pfirsichhaus
Wohnhof bei Peking

Das Pfirsichhaus am Stadtrand von Peking ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Bautyp des Wohnhofes im ländlichen Nordchina. Die Architektur, wo Neubau und Bestand durch angemessenen Umgang vereint werden sollen, setzte ein Verständnis des Kontextes und der Bauhistorie voraus. 

Improvisierte Kulisse
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
IMPROVISIERTE KULISSE
Can Sau. Emergency Scenery

Ein zerstörter und bereits aufgegebener Ort im spanischen Olot wurde saniert und hat sich für die Bürger zu einem neuen Zentrum entwickelt. Der entstandene öffentliche Raum stellt bewusst Bezüge zur Geschichte des Ortes her und bietet zugleich Freiräume für individuelle Interpretationen und Nutzungen. Dafür brauchte es nicht mehr als eine durchlässige Fassade, die dem Gebäude in der dichten Stadtbebauung seinen Charakter gibt. 

Gelebte Gemeinschaft
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
Gelebte Gemeinschaft
Zentrum für Kultur und Ökologie

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde ist ein Ort entstanden, der tief mit der Region verbunden ist. Sowohl das Kulturschaffen als auch agrarökologische Nutzung finden hier einen Raum.

Nakasone House
Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte
Weil das Innere zählt
Nakasone House

Als weitsichtige Reaktion auf die ansteigende dichte Bebauung in Mexiko-Stadt kreiert ein Haus mit einfachsten Mitteln einen Rückzugsort im Innersten.

Umnutzung, Scheune zu Wirtschaftsvilla
Newcomer
Paradies mit Nutzfaktor
Umnutzung einer Scheune zur Wirtschaftsvilla

Die alte Scheune im Dorf Pries, ein Vorort der Stadt Kiel, gehört zum Grundstück meiner Großeltern. Sie wird als Winterlager für Geräte, Boote und Anhänger genutzt. 

Changjiang Art Museum
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
STILLER BEOBACHTER
Changjiang Art Museum

Beständigkeit im hektischen Großstadtalltag: Das Changjiang Art Museum verbindet eine Kunstgalerie mit hoher Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Während das Gebäude an die Vergangenheit des Standortes erinnert, hat es gleichzeitig die gegenwärtigen Bedürfnisse der Menschen im Fokus. 

KAMMERMUSIKSAAL IM WILDEN VERBAND
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
KAMMERMUSIKSAAL IM WILDEN VERBAND
Erweiterung des Humboldt-Gymnasiums

Der Bau des inzwischen denkmalgeschützten Humboldt-Gymnasiums wurde von 1957 bis 1959 vom Architekten Karl Band realisiert. Zusätzlich zum gymnasialen Vormittagsunterricht wird die Möglichkeit einer Ausbildung in einem musikgymnasialen Zweig angeboten, welche in Zusammenarbeit mit der Rheinischen Musikschule besteht. Abends gibt es häufig Theateraufführungen, Ausstellungen und Konzerte – für entsprechende Veranstaltungen fehlte seinerzeit ein geeigneter Kammermusiksaal.