Franziska Käuferle (36) hat gemeinsam mit Sina Pauline Riedlinger (33) in der Kategorie Newcomer beim Preis für Backstein-Architektur 2020 Gold gewonnen. Dieses Jahr wird sie im Sommer als Teil der Newcomer-Jury des Erich-Mendelsohn-Preises 2023 für Backstein-Architektur ihre Nachfolge küren. Im Interview berichtet sie nicht nur von ihrer Teilnahme beim Preis, sondern auch, wie sie zur Baukeramik kam, und warum sie das Thema seitdem nicht mehr loslässt.
Seit ihren ersten Berührungspunkten mit Backstein lässt die Baukeramik Sina Pauline Riedlinger (l.) und Franziska Käuferle (r.) nicht mehr los.
Mineralische Akustik
Klinker ist der ideale Schallwellenbrecher. Für außergewöhnliche Ansprüche an die Raumakustik wurde diese Eigenschaft noch optimiert: Beim sogenannten Akustikklinker ist der Lochflächenanteil besonders hoch. In seinem Gastbeitrag beschreibt der Akustiker Martin Lachmann, welche Rolle dieser Klinker für den Raumklang sowie das gestalterische Gesamtkonzept im Neubau der Musikhochschule Luzern spielt.
Erweiterung und Renovierung des Museums De Lakenhal
Dank einer neuen Struktur und mit Hilfe der verbindenden Wirkung von Ziegelmauerwerk wird das Museum De Lakenhal in Leiden zu einem intuitiv erfahrbaren Gesamtraum mit ästhetischer Strahlkraft. Zeitgenössische Elemente unterstreichen den Charakter der einzigartigen historischen Architektur.
Beständigkeit im hektischen Großstadtalltag: Das Changjiang Art Museum verbindet eine Kunstgalerie mit hoher Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Während das Gebäude an die Vergangenheit des Standortes erinnert, hat es gleichzeitig die gegenwärtigen Bedürfnisse der Menschen im Fokus.
Ein zerstörter und bereits aufgegebener Ort im spanischen Olot wurde saniert und hat sich für die Bürger zu einem neuen Zentrum entwickelt. Der entstandene öffentliche Raum stellt bewusst Bezüge zur Geschichte des Ortes her und bietet zugleich Freiräume für individuelle Interpretationen und Nutzungen. Dafür brauchte es nicht mehr als eine durchlässige Fassade, die dem Gebäude in der dichten Stadtbebauung seinen Charakter gibt.
Revitalisierung der ehemaligen historischen Fronfeste zum Hochschulstandort Tirschenreuth
Die Revitalisierung der ehemaligen historischen Fronfeste zu einem digitalen Bildungsstandort basiert auf dem Konzept, neues Leben in alte Häuser einziehen zu lassen. Das ist nicht nur nachhaltig und reduziert Leerstand, sondern schafft auch Identität und erhält eine viele Jahrhunderte alte Bausubstanz.
Nachverdichtung, die Freiräume schafft: Die Schule ergänzt den Bestand mit zwei Baukörpern und großzügigen Höfen. Zusätzlich spielen an die industrielle Vergangenheit erinnernde Backstein-Fassaden mit der Fantasie der Betrachter.