Katharinenquartier, Hamburg

KPW Papay Warncke und Partner

Katharinenquartier, Hamburg

Katharinenquartier, Hamburg

In der Hamburger Innenstadt, zwischen Willy-Brandt-Straße im Norden und der Kirche St. Katharinen im Süden, wurde das Katharinenquartier fertiggestellt. Das Gebäudeensemble besteht aus einem Büro- und Geschäftshaus sowie zwei Wohngebäuden im Quartierinneren.

Insgesamt sind ca. 6.400 m² Mietflächen für Büro- und Gewerbenutzung sowie 131 neue Wohnungen entstanden. Die Gebäude gruppieren sich um einen grünen Innenhof, der tagsüber öffentlich zugänglich ist. Unterirdisch sind alle Gebäude durch eine gemeinsame Tiefgarage verbunden. Auf Basis des städtebaulichen Masterplans und Vorentwurfes zu den Wohngebäuden von Darlington Meyer Architekten (Zürich) fügen sich die drei Häuser in der Gebäudeform, ihrer Höhe und in der Fassadengestaltung zu einem harmonischen Gesamtbild. Die Fassaden werden vornehmlich von einem kleinteiligen und differenzierten Umgang mit dem für die Altstadt typischen Material Backstein geprägt.

Die Fassade des Bürogebäudes verdeutlicht mit dem Stützraster von 1,35 m die innere Nutzung. Durch Variationen von Stützenbreite und Stützenform werden zwei subtil unterschiedliche Fassadenthemen für den sechsgeschossigen Teil einerseits und den fünfgeschossigen Riegel andererseits geschaffen. Die geschosshohen Fensterelemente sind als Verbundfenster mit einer Einfassung aus Aluminium ausgeführt. Die 4–7-geschossigen Wohngebäude erhielten farblich differenzierte Klinkerfassaden, welche die Parzellenstruktur der historischen Altstadtbebauung aufgreifen.

Die kontrastierenden Fenstereinfassungen wechseln zwischen einem hellen Wasserstrich-Klinker und Betonfertigteilen. Die umlaufende Sockelzone mit den ein- bis zweigeschossigen Einfassungen ist in Fertigteilen ausgeführt. Aufgrund der Schallproblematik des innerstädtischen Standortes erhalten die Wohn- und Schlafräume lärmoptimierte Fensterkonstruktionen als Kastenfenster im Seitenfeld. Die Dachlandschaft des Ensembles reagiert mit ihrer Höhenentwicklung auf das städtebauliche Umfeld, insbesondere der Kirche, und bietet mit ihren Einschnitten an der Traufe und in der Dachfläche spannungsreiche Ausblicke Richtung Stadt und Hafen.

Ort
Hamburg, Deutschland
Bauherr
HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH
Grundstückfläche
7.778 m²
Bebaute Fläche
4.563 m²
Nutzungsfläche
22.596 m²
Bauzeit
2010–2014
Baukosten
42,8 Mio. €